Wohnraumzweckentfremdung

Die rechtliche Grundlage der Vermietung von Ferienwohnungen ist nicht bundesweit einheitlich geregelt.

In Hamburg und in München gibt es ein Gesetz zur Vermeidung von Wohnraum Zweckenentfremdung. Berlin wird noch diskutiert.

Die Städte argumentieren mit Knappheit von Wohnraum. Ebenso sagen die Verfechter, dass die Lebens- und Wohnqualität durch die Schwerpunktsetzung auf Touristen leide. Auch seien ständig wechselne Menschen in einem Wohnhaus für die Bewohner nicht zumutbar.

Die Gegenseite führt an, daß die Wohnraum-Knappheit nur in besonders attraktiven Vierteln zuträfe, und genau dort die Neu-Etablierung von z.b. Hotels genehmigt würde (statt in die Schaffung von Wohnraum zu investieren)

In Hamburg werden nun Vermieter aufgespürt und erhalten Mahnbescheide mit horrenden Bußgeldandrohungen. Eine Hamburger Gastgeberin berichtet im ZDF:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1691716/Hamburg-Streit-um-Kurzzeit-Vermietungen#/beitrag/video/1691716/Hamburg-Streit-um-Kurzzeit-Vermietungen

Kurz zusammengefaßt: Sie dürfen Ihre Wohnung nicht als Ferienwohnung an Touristen vermieten.

Ausnahmen:

  • – Ihre Wohnung ist kein Wohnraum, sondern Gewerberaum
  • – Sie haben aus früherer Zeit eine Genehmigung
  • – Sie vermieten weniger als 50% Ihres selbst genutzten Wohnraumes an Touristen

3 Gedanken zu „Wohnraumzweckentfremdung

  1. Stefanie Witt

    In Hamburg herrscht Wohnungsnot!!! Nicht in allen Stadtteilen, aber vor allem in beliebten zentralen Vierteln und in der City…Man kann auch nicht sagen, dass die neue Hafencity wie versprochen für neuen „normalen“ Wohnraum sorgt. Aber es werden überall neue Hotels, Hostels, Luxus-Appartementhäuser und Businessgebäude erlaubt…dazu kommen viele Spekulanten, die Wohnraum kaufen schon mit dem Ziel, die Wohnung als Ferienwohnung anzubieten. In Berlin gibt es ganze Hochhausreihen, aus denen die Ansässigen vertrieben werden. Dieser potentielle Wohnraumm fällt für Bewohner weg, dh. wir dürfen in der Stadt arbeiten und Steuern zahlen, aber doch bitte nach auswärts ziehen…dieses Prinzip gibt es schon lange in anderen Regionen, schlimm in Venedig und auch auf Sylt, wo Ansässige vertrieben werden und teilweise einen Arbeitsweg von 1,5h in Kauf nehmen, um den Touristen Platz zu machen…Wenn das Gesetz der Zweckentfremdung von Wohnraum bei den richtigen Leuten angewandt wird, so bin ich dafür – und dass! obwohl wir als Zimmervermittlung arbeiten! Unsere Gastgeber bieten vom Amt geprüfte Objekte an, haben eine langjährige Erlaubnis oder es ist keine abgeschlossene Wohneinheit.

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  2. Monika

    Ich habe ein Gästezimmer für 2 Personen in einer Mietwohnung. Ich zahle Einkommensteuer dafür.
    Aber ich habe es meinem Vermieter bis jetzt nicht gemeldet und ich erzähle es in meiner Nachbarschaft
    nicht herum, daß ich zahlende Gäste habe. Man provoziert sonst die Neider.
    Meine Gäste sind alle liebe und guterzogene Freunde aus Nah und Fern.
    Die Agentur von Markus Schneider vermittelt mir Gäste und nimmt mir den Schreibkram und die
    Werbung ab. Ich käme allein nie damit zurecht und bin sehr froh um die Unterstützung.
    Liebe Grüße von Monika

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    1. Susanne von der b&b Zentrale

      Hallo Monika,
      unseres Wissens nach betrifft der „Tatbestand der Wohnraumzweckentfremdung“ nur Wohnungen, also geschlossene Einheiten mit eigener Küche und Badezimmer. Da Sie ja nur ein Gästezimmer anbieten, müssen Sie da eigentlich auch keine Bedenken haben.
      viele Grüße Susanne

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