Erfahrungen mit Gästen

Guten Tag an alle erfahrenen Gastgeber, bin schwer am Überlegen, ob ich ein Zimmer anbieten soll, aber etwas ängstlich. Bin alleinstehend, und man holt sich immerhin wildfremde Menschen ins Haus, wie ist es da mit dem eigenen Hab und Gut, denke z.b. an mein Notebook oder andere Werte. Wie läuft es bei euch, schliesst ihr Wertgegenstände weg wenn ihr aus dem Haus geht, ist bei euch mal was weggekommen, oder sind eure Erfahrungen eher positiv?

Herzlichen Dank!

Schöne Osterfeiertage wünscht

Annelie vom Bodensee

11 Gedanken zu „Erfahrungen mit Gästen

  1. Helga

    Hallo Annelie,

    also unsere Gastgeber sind durchweg zufrieden und haben bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wir haben auch bisher noch keine negativen Rückmeldungen bekommen. Also keine Angst, und einfach mal ausprobieren 🙂
    Viele Grüße aus Nürnberg
    Helga

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  2. Page-Karrer

    Hallo Annelie vom Bodensee,

    unsere Gastgeber sehen die Vermietungen von Zimmern in der eigenen Wohnung oder dem Haus durchweg positiv und berichten nicht von schlechten Erfahrungen hinsichtlich der Entwendung von Hab und Gut. Man soll die Augen offen halten und auf seine Menschenkenntnis setzen und einfach mal loslegen.

    Gudrun

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  3. Gloria

    Hallo Annelie,
    die Frage bekomme ich oft gestellt, aber ich bin da immer sehr gelassen.
    Es ist eine Vertrauensbasis, auf der die Gäste bei mir übernachten – jeder respektiert die Privatsphäre und somit auch den Besitz. Dadurch, dass B&B auch als Vermittlung fungiert, kann ich auch davon ausgehen, dass hinter keiner Übernachtung eine böse Absicht steht!
    Bei mir sind in vier Jahren nie Dinge verloren gegangen, nicht einmal ein Kaffeelöffel 🙂
    Viele Grüße aus Köln
    Gloria

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  4. Brigitte

    Hallo Annelie,
    da wir für unseren Privatbereich eine Zwischentür haben, die wir abschließen wenn wir nicht da sind, stellt sich für uns diese Frage nicht. Das, wie bei Gloria, noch nicht einmal ein Kaffeelöffel weg kam, kann ich nicht bestätigen. In den wenigsten Fällen sehe ich Mutwillen in dem Verschwinden von Besteck, Frühstücksbrett und Handtücher. Ab und zu bekomme ich ja auch wieder was zurück, vergessene Duschtücher, T-Shirt, Strümpfe….
    Wir vermieten jetzt seit ein paar Jahren und haben es noch nicht bereut.

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  5. Marion Diestelmann

    Ich betreue bed and breakfast Düsseldorf seit über 11 Jahren und habe definitiv bis heute von keinem meiner Gastgeber eine negative Erfahrung gemeldet bekommen. Wenn man sich als Gastgeber anmeldet, muss man auch etwas Vertrauen und Selbstbewusstsein mitbringen. Das gehört dazu. Wenn sich die Gäste außerdem auch noch herzlich willkommen fühlen, so ist bed and breakfast für viele Gastgeber – neben einem Zusatzverdienst – auch eine Bereicherung. Es entstehen oftmals auch viele neue und nette Freundschaften.

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  6. Monika

    Hallo Annelie vom Bodensee,

    nur Mut zum Anfang. Ich habe ein Gästezimmer mit gemeinsamen Bad und Küche.
    Ich vermiete seit 9 Jahren und außer Messern und Plastikschüsseln ist noch nichts
    weggekommen. Allerdings sperre ich mein Schlafzimmer ab, wenn ich längere Zeit
    aus dem Haus gehe.
    Also fang einfach an und Du wirst sehen,es gibt viele nette Leute, die sich freuen,
    wenn sie eine persönliche Ansprache bekommen und nicht so anonym sind wie
    im Hotel.
    Grüße an den schönen Bodensee
    von Monika aus München

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  7. Heike

    Hallo,

    wir haben ebenfalls eine Zwischentür, die wir abschließen, wenn wir gehen.
    Ich würde versuchen die wichtigen Unterlagen und Wertgegenstände in einem Raum zu vestauen und diesen Raum abzusperren.
    Wir selbst haben nur gute Erfahrungen und wir erhielten auch eher mehr, als dass was weg kam 😉 Wir haben eher das Problem mit offen gelassenem Badfenster im Winter.

    Melden Sie sich an, es macht wirklich Spaß und Messegäste sind in der Regel selten zu Hause. Die gehen um 8:30 und die meisten kommen nur kurz vor dem Essen zum umziehen und sind bis Mitternacht oft weg.

    Viel Erfolg & Viele Grüße
    Heike aus Nürnber

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  8. Ulrike

    Liebe Anneliese,

    in meinem Leben war ich selbst gerade in meiner Jugend oft bei meinen Auslandsreisen auf Hilfe angewiesen und vollkommen fremde Menschen haben mir ihr Zuhause mit Familie, ihren Schlüssel anvertraut und selbst in kleinster Hütte für mich Platz geschaffen. So war es für mich ein Leichtes, hier Vertrauen zurückzugeben. Bei den meisten Gästen ist es gleich so nett und persönlich, dass sich diese Frage eigentlich immer nur VOR einem Besuch stellt.
    Ich würde sagen – nur Mut und verlass dich einfach auf dein Bauchgefühl. Und du kannst ja zu Anfang einfach mal die Wertsachen wegschließen, wenn du dich damit sicherer fühlst und ein erstes Gespür für die Menschen in deinem Zuhause bekommst.

    Ich hatte erst kürzlich eine charmante Situation. Wir hatten Gäste aus einem östlichen Land, die für richtig harte Arbeit für einige Wochen hierher kamen. Als ich Freunden davon erzählte, kam sofort die Rückinfo „schließ ja alles weg“ und ich war total schockiert, wie ich mich davon habe anstecken lassen. Plötzlich war ich mir selbst sehr unsicher. Obwohl ich niemanden aus diesen Ländern persönlich kenne, sind die Stigma’s so fest eingebrannt worden – a la „…wenn du nach Polen in den Urlaub fährst – ist dein Auto schon da…..“ dass ich wirklich Sorge bekam.

    Diese vergingen jedoch sofort, als die Jungs vor der Tür standen. Nach der ersten Zeit bin ich sogar übers Wochenende weggefahren und habe sie komplett – unabgesperrt (da ich nichts absperren kann) alleine über meine Wohnung walten lassen – bzw. über ihren Bereich, was sie sehr rücksichtsvoll gemacht haben.
    Ich habe mich im Nachhinein sehr über meine eigenen Vorurteile geärgert.

    Es ist nicht leicht, in sich zu spüren, was denn nun eine berechtigte Vorsicht ist und was ein Vorurteil bzw. Angst von außen. Das kann man nur selbst Stück für Stück lernen.

    Auch ist es mir schon passiert, dass ein Gast etwas suchte und dann doch in „meinen Bereich“ vordrang. Es ist oft wichtig, zu wissen, wie unterschiedlich manche Kulturen sind. Und zu Beginn ist es seltsam, wenn ein Gast aus einer anderen Kultur nach dem Aufstehen in der Unterhose an dir vorbeiläuft, weil es dort sehr normal ist.
    Ich denke, es ist wichtig, dass du dich fragst, welche Grenzen du setzen willst – das kommt sicher auch mit den ersten Besuchen, wo Grenzen mal unbewusst übertreten wurden und du dann ganz klar von dir aus weißt, was du möchtest oder nicht. Es ist dein Zuhause – in wie weit du Eintritt gewährst – mit mehr Grenzen oder weniger – bestimmst du.

    Ich für meinen Teil, bereue nichts. Besonders die manchmal schrägen Typen aus anderen Ländern – also schräg für mich (denen geht es wohl ähnlich mit mir) sind hochspannend. Die Geschichten, das Kennenlernen anderer Kulturen. Wann immer ich kann, lade ich meine Gäste auf ein gemeinsames Abendessen ein, und sei es nur Mozzarella und Tomaten – was eben gerade da ist, um sie kennenzulernen. Sie danken es einem sehr. Sehr oft schon, habe ich sogar ein kleines Gastgebergeschenk bekommen und die ein oder andere Freundschaft entwickelt sich lebendig.

    Also Anneliese, vertrau deinem eigenen Gefühl und setze Grenzen, mit denen du dich momentan wohl fühlst (z. B. abschließen von Wertgegenständen) – lockern kannst du sie jederzeit nach deinem Empfinden.

    Grüße an den Bodensee
    Ulrike

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  9. Annelie

    Liebe Gastgeberinnen,

    vielen tausend Dank für eure Rückmeldungen und Berichte. Ich bin überrascht, wie positiv die Erfahrungen sind, ich bin jetzt hochmotiviert und schon richtig ungeduldig! Tolle und erfüllende Vorstellung, auf wieviele Menschen, Charaktere und natürlich Kulturen man trifft, spannend!

    Besonders deine Worte, Ulrike, fand ich sehr zutreffend und schön formuliert. Man lässt leider zu oft Angst oder Bedenken von außen an sich heran, und lässt sich dann auch noch von ihnen leiten. Insofern ist das Gastgebersein eine kleine Schule für einen selbst, sich auf sein Gespür verlassen lernen und Grenzen zu setzen.

    Nun wird es dauern, bis ich das Zimmer fertig eingerichtet habe und vor allem: Ich wohne zur Miete, und da werde ich die schriftliche Genehmigung des Vermieters abwarten müssen, herrje.

    Alles Liebe und euch weiterhin viel Freude an euren Gästen
    Annelie

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  10. Angela Wölfel

    Hallo Annelie,
    bei mir ist seit Jahren noch nichts weggekommen,
    im Gegenteil, manchmal finde ich beim Aufräumen danach noch ein ( für mich gedachtes ) Geschenk.
    Ich lasse halt Wertsachen und Geldbeutel nicht sichtbar rumliegen, da das auch für den Gast unangenehm sein kann.
    Angela
    liebe Grüße aus Nürnberg

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  11. Lippens

    Hallo Zusammen!
    in sechs Jahren ist mir einmal ein schöner Bettbezug aus dem Schrank gestohlen worden; das Gegenstück war aufgezogen und hat meinem Gast wohl richtig gut gefallen.
    Das ist doch eine verträgliche Quote…

    Zum Thema Abschließen:
    Ich habe ein paar Mal erlebt, dass der Gast sich abends in seinem Gästezimmer einschloß 😉

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